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Backhaus beendet Pressekonferenz – Minister setzt weiter auf private Initiative

Mecklenburg‑Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat am Sonntagnachmittag seine Pressekonferenz zur Rettungsaktion des gestrandeten Buckelwals „Timmy“ beendet. Der Minister äußerte sich ausführlich zum Zustand des Tieres, zur Zusammenarbeit mit der privaten Initiative und zu rechtlichen Fragen. Insgesamt zeigte er sich vorsichtig optimistisch, betonte aber erneut die Grenzen staatlicher Einflussnahme.

„Vertrauen im oberen Level“

Backhaus stellte klar, dass er großes Vertrauen in die beiden Unternehmer habe, die die Rettungsinitiative leiten. Es handele sich um „kluge Leute“, die glaubhaft versichert hätten, alles dem Tierwohl unterzuordnen. Zugleich räumte er ein, dass es innerhalb der Initiative auch „innere Auseinandersetzungen“ gegeben habe.

Verantwortung liegt vollständig bei der Initiative

Der Minister betonte mehrfach, dass die Verantwortung für die Aktion vollständig bei den Initiatoren liege – organisatorisch wie finanziell. Er halte es dennoch für richtig, den Versuch zu wagen. Die staatlichen Stellen begleiteten den Einsatz eng, ohne ihn zu führen.

Rechtskreise und flexible Zusammenarbeit

Auf Nachfrage erklärte Backhaus, dass es nicht um Genehmigungen gehe, sondern um anzeigepflichtige Änderungen im Ablauf. Man arbeite „so flexibel wie möglich“, solange Tierwohl und Tierschutz eingehalten würden. Änderungen der Pläne würden auf Zuruf geklärt. Drei Briefings pro Tag gebe es zwischen Ministerium und Initiative.

Wal zeigt Aktivität – Zustand „den Umständen entsprechend“

Backhaus berichtete, dass der Wal von fünf Tierärzten beobachtet werde – drei aus der Initiative, zwei aus der staatlichen Veterinärverwaltung. Die Einschätzung, dass es Timmy „den Umständen entsprechend einigermaßen gut“ gehe, könne man bestätigen. Der Wal atme regelmäßig, nehme Reize wahr, vokalisiere und zeige Aktionen. Gleichzeitig gelte weiterhin die wissenschaftliche Prognose, dass es dem Tier insgesamt schlecht gehe.

Hoffnung auf steigenden Wasserstand

Der Minister verwies auf den steigenden Wasserstand in der Kirchsee. Bis zu 70 Zentimeter seien möglich. Dies könne dazu führen, dass der Wal sich selbst in Bewegung setze. „Das wäre für mich das Schönste“, sagte Backhaus. Man hoffe und bete, dass Timmy eine gute Reise antreten könne.

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