Für das geplante Großgewerbegebiet nahe der Autobahn A20 bei Upahl und Grevesmühlen ist ein entscheidender Schritt getan: Die Finanzierung der Erschließung ist zu großen Teilen gesichert. Das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern hat Förderbescheide über insgesamt mehr als 21 Millionen Euro erlassen. Die Mittel sollen für den Bau von Straßen sowie die technische und verkehrliche Infrastruktur eingesetzt werden.
Von der Fördersumme erhält die Stadt Grevesmühlen rund 13,6 Millionen Euro. Weitere knapp 7,9 Millionen Euro gehen an den Zweckverband Grevesmühlen. Finanziert wird das Vorhaben über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, die sich aus EU-, Bundes- und Landesmitteln speist. Ausschlaggebend für die Förderzusage war die Einstufung des Projekts als landesbedeutsam im Rahmen der Landesraumentwicklungsplanung.
Baubeginn ab Mitte 2027 geplant
Die Erschließungsarbeiten sollen Mitte 2027 starten. Die Stadtwerke Grevesmühlen übernehmen dabei den Aufbau der Stromversorgung. Das Gewerbegebiet umfasst insgesamt rund 38 Hektar – und bereits jetzt zeigt sich ein deutliches Interesse potenzieller Investoren.
Für etwa zwölf Hektar liegen konkrete Anfragen vor, teilweise laufen bereits Kaufvertragsverhandlungen. Die ersten geplanten Ansiedlungen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts: Ein Regionalzentrum der Drogeriekette Rossmann, das neue Gefahrenabwehrzentrum des Landkreises Nordwestmecklenburg sowie ein Autohof mit Schnellrestaurant sollen entstehen.
Bis zu 450 neue Arbeitsplätze erwartet
Nach Angaben der Stadt könnten durch die ersten Vorhaben rund 450 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Gewerbegebiet soll damit zu einem wichtigen wirtschaftlichen Impulsgeber für die Region werden und langfristig zur Stärkung der lokalen Infrastruktur beitragen.