Die Ernährungs‑ und Agrarmesse Grüne Woche in Berlin hat ihre Tore für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Beim traditionellen Auftaktrundgang bezeichnete Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer die Messe als „Erfolgsrezept“ und als zentrale Leistungsschau der Branche. Zugleich betonte er, dass es keinen Gegensatz zwischen ländlichen und urbanen Räumen gebe, sondern gemeinsame Interessen und Herausforderungen.
Partnerland Mecklenburg‑Vorpommern setzt Akzente
Der Rundgang begann in der Länderhalle von Mecklenburg‑Vorpommern, dem offiziellen Partnerland der diesjährigen Messe. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hob die Bedeutung der Ernährungs‑ und Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit hervor. In Deutschland sichern rund 250.000 Betriebe, 1,6 Millionen Beschäftigte und ein Jahresumsatz von 500 Milliarden Euro die Lebensmittelversorgung. Allein in Mecklenburg‑Vorpommern arbeiten etwa 100.000 Menschen in der Land‑ und Ernährungswirtschaft. Versorgungssicherheit sei ein zentrales Thema, so Schwesig, und stehe gleichrangig neben innerer und äußerer Sicherheit.
1.600 Aussteller aus 50 Ländern
Die 90. Ausgabe der Grünen Woche läuft bis zum 25. Januar. Rund 1.600 Aussteller aus 50 Ländern präsentieren ihre Produkte, Spezialitäten und Innovationen. Die Veranstalter rechnen mit 325.000 Besucherinnen und Besuchern, die sich in den Hallen unter dem Funkturm über Lebensmittel, Landwirtschaft und Ernährungstrends informieren und an vielen Ständen probieren können.
Preise, Sicherheit und ein Jubiläum
Zu den Schwerpunkten der Messe gehören in diesem Jahr die Entwicklung der Lebensmittelpreise sowie Fragen der Ernährungssicherung in Zeiten internationaler Spannungen. Gleichzeitig feiert die Grüne Woche ein besonderes Jubiläum: Vor 100 Jahren, im Februar 1926, fand die Messe erstmals statt. Seitdem hat sie sich zu einer der bedeutendsten Plattformen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau weltweit entwickelt.