Das Hitzewochenende hat Wismar und den Landkreis Nordwestmecklenburg mit voller Wucht erreicht. Während im Ostseebad Boltenhagen Spitzenwerte von 34,5 Grad gemessen wurden, kletterten die Temperaturen im südlichen Binnenland auf bis zu 37 Grad. Der Deutsche Wetterdienst gab für die gesamte Region eine amtliche Warnung vor extremer Wärmebelastung aus. Tropische Nächte mit Temperaturen um 20 Grad boten kaum Erholung und belasteten den Kreislauf vieler Menschen.
Ansturm auf Strände und Veranstaltungen
Die hohen Temperaturen führten zu einem massiven Besucherandrang an den Badestellen. Die Strände in Boltenhagen und am Wismarer Stadtstrand in Wendorf waren vollständig ausgelastet. Am Strand von Zierow fand parallel eine Silent Disco statt, die trotz der Hitze zahlreiche Gäste anzog. Auch im Zentrum von Wismar trotzten viele Menschen der drückenden Schwüle und besuchten den internationalen Markt der Kulturen auf dem Marktplatz. Durch die rasche Erwärmung des flachen Ostseewassers wuchs die Sorge vor einer frühzeitigen Ausbreitung gesundheitsschädlicher Blaualgen.
Sicherheitsmaßnahmen und Absagen
Die extreme Wetterlage führte zu ersten Vorsichtsmaßnahmen. In Gadebusch sagten die Organisatoren des Karl‑August‑Baum‑Gedenklaufs das Sportevent mit über 300 angemeldeten Teilnehmern kurzfristig ab, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Als neuer Termin wurde der 6. September festgelegt. Gleichzeitig verschärfte die anhaltende Trockenheit die Lage in den Wäldern. Die Behörden riefen für Nordwestmecklenburg die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe aus.
Gewitterfront bleibt harmlos
Entgegen den Befürchtungen vor schweren Unwettern am Sonntagabend verlief die angekündigte Gewitterfront glimpflich. Die Gewitter zogen weitgehend harmlos über den Raum Wismar hinweg. Größere Schäden durch Starkregen oder Hagel blieben aus, sodass die Feuerwehren ein vergleichsweise ruhiges Wochenende verzeichneten.