Die Sanierung der Landesstraße 121 zwischen Fährdorf und Kirchdorf auf der Insel Poel verzögert sich. Wie das Straßenbauamt Schwerin mitteilt, bleibt die wichtige Verkehrsachse länger voll gesperrt als ursprünglich geplant.
Grund dafür ist die anhaltend nasse Witterung, die den Bauablauf in den vergangenen Wochen erheblich beeinträchtigt hat. Die Arbeiten auf dem mehr als drei Kilometer langen Abschnitt sollten eigentlich bereits abgeschlossen sein. Nun rechnet die Behörde mit einer Freigabe erst gegen Ende Juni.
Fahrbahn und Radweg werden komplett erneuert
Die Maßnahme umfasst sowohl die Erneuerung der Fahrbahn als auch des parallel verlaufenden Radwegs. Während die Asphaltierung weitgehend vorangekommen ist, bereiten die feuchten Böden vor allem bei den abschließenden Bankett- und Markierungsarbeiten Probleme. Diese können laut Straßenbauamt nur bei trockenen Bedingungen ausgeführt werden. Eine vorzeitige Öffnung der Strecke sei aus Gründen der Verkehrssicherheit ausgeschlossen.
Umleitung über Malchow bleibt bestehen
Für Autofahrer, Pendler und Urlauber bedeutet die Verzögerung weiterhin spürbare Einschränkungen. Die seit Ende Mai eingerichtete Vollsperrung bleibt bestehen, der gesamte Verkehr wird weiterhin über Malchow umgeleitet. Anwohner können ihre Grundstücke je nach Baufortschritt erreichen. Das Straßenbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und empfiehlt, zusätzliche Fahrzeit einzuplanen.
Teil einer umfassenden Modernisierung
Die aktuelle Baumaßnahme ist Teil eines größeren Investitionspakets des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro. Ziel ist es, die L121 auf der gesamten Insel Poel schrittweise zu modernisieren und langfristig verkehrssicher zu halten. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Abschnitte von Timmendorf bis Timmendorf-Strand sowie von Timmendorf bis zum Ortseingang Kirchdorf fertiggestellt.
Nach Abschluss der laufenden Arbeiten soll im Herbst der letzte Bauabschnitt von Fährdorf bis Groß Strömkendorf auf dem Festland folgen.