Die Tierheime und Pflegestellen im Landkreis Nordwestmecklenburg haben ihre Belastungsgrenzen erreicht. Viele Einrichtungen sind so stark ausgelastet, dass derzeit keine weiteren Tiere aufgenommen werden können. Die Verantwortlichen suchen dringend nach Unterstützung und nach Menschen, die bereit sind, Tiere dauerhaft zu adoptieren.
Roggendorf: Hoher Zulauf älterer Katzen
Besonders angespannt ist die Lage im Tierheim Roggendorf. Dort kommen aktuell vermehrt ältere Katzen an, deren Besitzer verstorben sind oder in Pflegeeinrichtungen wechseln mussten. Die Tiere sind meist zwischen zehn und 16 Jahre alt und haben ihr Leben in reiner Wohnungshaltung verbracht. Der Verlust ihres vertrauten Umfelds und der stressige Tierheimalltag setzen ihnen besonders zu. Das Tierheim bittet deshalb gezielt um Hilfe: Gesucht werden Menschen, die einer Seniorkatze einen ruhigen Lebensabend ermöglichen können. Interessierte sollen sich zwingend per E‑Mail beim Tierheim melden.
Dorf Mecklenburg: Hunde- und Katzenräume voll belegt
Auch das Tierheim Dorf Mecklenburg meldet eine kritische Situation. Alle 20 Hunde- und neun Katzenräume sind vollständig belegt. Neben zahlreichen Katzen, die Nachwuchs bekommen oder abgegeben wurden, belasten behördliche Sicherstellungen die Kapazitäten zusätzlich. Zuletzt wurde eine Hündin mit neun Welpen aufgenommen – ein Fall, der die Einrichtung an ihre Grenzen bringt. Auch die angeschlossenen privaten Pflegestellen sind ausgelastet. Das Tierheim sucht daher dringend neue Besitzer. Für Interessierte ist die Einrichtung täglich außer montags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.
Dringender Appell an die Bevölkerung
Die Tierheime im Landkreis bitten um Unterstützung durch Adoptionen, Pflegestellen und Spenden. Ohne Entlastung droht sich die Situation weiter zu verschärfen.