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MV meistert Blitzeis – wenige Unfälle und einige Stürze

Das Blitzeis in der Nacht und am Morgen hat laut Polizei in Mecklenburg-Vorpommern nur zu einzelnen Unfällen geführt. Verletzt wurde nach Angaben der beiden Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg dabei niemand.

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) musste infolge von Glatteis mehrere Menschen nach Stürzen behandeln. Binnen drei Stunden seien heute Vormittag 15 Patienten teils mit Knochenbrüchen in die Notaufnahme gekommen. Es sei zu merken, dass derartige Diagnosen vermehrt auftreten, sagte ein Sprecher der UMG.

In Rostock habe es Einzelfälle gegeben, sagte ein Sprecher der Universitätsmedizin Rostock, etwa sturzbedingte Prellungen. Das Helios Hanseklinikum Stralsund verzeichnete nach eigenen Angaben keine Häufung. „Bei uns hat es nicht so viel geregnet, und die Straßen sind weitgehend frei“, teilte ein Sprecher mit. Auch in Wismar gab es keinen wetterbedingten Ansturm auf die Notaufnahme, wie eine Sprecherin des Sana Hanse-Klinikums schrieb.

Aus dem Polizeipräsidium Rostock hieß es am Morgen, die Autobahnen und großen Straßen seien geräumt, glatt war es da mitunter noch auf Nebenstraßen. Im Laufe des Tages besserten sich die Verhältnisse immer mehr.

Busverkehr am Morgen teilweise eingestellt

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde der Busverkehr mit Betriebsbeginn um 5.00 Uhr wegen spiegelglatter Straßen ausgesetzt, ebenso im Binnenland des Landkreises Rostock. Um 10.00 Uhr meldeten die beiden kommunalen Verkehrsbetriebe die Rückkehr zum Normalbetrieb. In den anderen Landkreisen fuhren die Busse auch am frühen Morgen, es wurde aber vor Verspätungen wegen der Witterung gewarnt.

Im Südwesten des Landes, im Bereich der Polizeiinspektion Ludwigslust, kam es bis 10.00 Uhr zu neun Glätte-Unfällen, wie eine Sprecherin sagte. Zwei Autos rutschten demnach beim Ausparken gegen andere Wagen, eines in Parchim in einer Kurve gegen ein Bushaltestellenschild. Ein Autofahrer in Ludwigslust sei trotz geringer Geschwindigkeit in ein parkendes Auto gerutscht. „Es blieb bei Blechschäden.“

Entspannung im Laufe des Tages

Im Laufe des Tages entspannte sich die Lage immer weiter. Der Deutsche Wetterdienst hob seine Unwetterwarnung vor Glatteis in ganz Mecklenburg-Vorpommern am Vormittag auf. Zunächst galt dann noch eine Warnung vor „markanter Glätte“ – im Westteil des Landes bis 11.00 Uhr, im Ostteil bis 12.00 Uhr. „Es besteht erhöhte Glättegefahr durch gefrierende Nässe“, hieß es.

Ein Regenband hatte das Bundesland seit der Nacht von West nach Ost überquert. Der auf den gefrorenen Boden fallendes Regen verwandelte Straßen und Gehwege in Minutenschnelle in gefährliche Rutschbahnen.

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