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Rostock will Buga 2025 nach Landesregierungsvorhaben prüfen

Die Hansestadt Rostock will eine Bundesgartenschau im Jahr 2025 unter Vorgaben der Landesregierung erneut prüfen.

Dies ist das Ergebnis einer Sitzung des städtischen Buga-Aufsichtsrats am Donnerstag. Agrarminister Till Backhaus (SPD) hatte am vergangenen Dienstag betont, dass die Landes-Fördermittel in Höhe von rund 60 Millionen Euro nur für eine Buga im Jahr 2025 bereitstehen werden. Er hatte gleichzeitig deutlich gemacht, dass dafür die Elemente Warnow-Brücke, Stadtpark, Stadthafen mit Hochwasserschutz sowie ein Teil des neuen Wohngebiets Warnow-Quartier umgesetzt werden müssten.

Insgesamt waren die Kosten für die Buga zunächst auf 140 Millionen Euro geschätzt worden. Inzwischen gehen die Verantwortlichen von einer mindestens 30-prozentigen Steigerung aus. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hatte mehrmals darauf hingewiesen, dass durch die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs eine realistische Kalkulation unmöglich sei.

In einem zuvor vorgelegten Risikopapier der Buga Rostock 2025 GmbH war allerdings festgestellt worden, dass eine Bundesgartenschau wie ursprünglich geplant im Jahr 2025 nicht mehr möglich sei. Geschäftsführer Oliver Fudickar hatte vier Alternativvorschläge für die Jahre nach 2025 vorgelegt. Dies war jedoch von der Landesregierung nicht akzeptiert worden.

Die Ergebnisse der erneuten Prüfung sollen dem Aufsichtsrat in einer Sondersitzung im Juni vorgestellt werden, hieß es am Donnerstag. Ende Juni solle der Landesregierung ein Konzeptpapier vorgelegt werden. Madsen betonte am Donnerstag allerdings, dass es Klarheit über den Brückenbau und damit über die Buga erst geben kann, wenn der Planfeststellungsbeschluss für die Warnow-Brücke und den ersten Ausschreibungsergebnissen für die Bauausführungen vorliegen. Er ging dabei von September aus – als weit nach Beginn der Sommerpause, die von der Landesregierung als Frist gefordert wurde.

“Wir bleiben mit Zuversicht an Rostocks Seite”, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Jochen Sandner, in einer Mitteilung, die nach der Aufsichtsratssitzung versendet wurde. Er begrüße die Orientierung zurück in das sogenannte Rostocker Oval um den Rostocker Stadthafen. Hier würden die städtebaulichen Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt hin zum Wasser am ehesten umgesetzt.

Noch am Mittwoch hatte Madsen erklärt, dass die Buga unter den gegenwärtigen Umständen nicht machbar sei. Er bezog sich dabei auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges. Diese führten zu unüberschaubaren Preissteigerungen für Baumaterialien oder auch Planungsleistungen. “Wenn die Buga dazu führt, dass sich die Stadt überschuldet, dann muss ich als Bürgermeister sagen, dass ich das nicht verantworten kann.”

Diese Äußerung hatte für teils heftige Kritik gesorgt. Es wurden unter anderem Rücktrittsforderungen laut. Sybille Bachmann vom Rostocker Bund sagte, dass Madsen seinem Amt nicht gewachsen sei.

“Es sind eklatante Fehler in der Verwaltung passiert”, beklagte auch die Chefin der CDU/UFR-Fraktion, Chris Günther. Die Buga sei das größte Vorhaben des Jahrzehnts in MV. Auch das Land verkenne die Realitäten. “Der am Dienstag ausgesprochene Prüfauftrag widerspricht der auch den Ministerien bekannten Risikoanalyse. Anscheinend ist man nicht gewillt, die Buga zum Erfolg zu bringen”, sagte Günther.

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