Für den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel hat am Mittwoch der 23. Tag begonnen. Seit seiner ersten Strandung am 23. März vor Timmendorfer Strand zieht sich die Odyssee des Tieres nun über mehr als drei Wochen hin.
Leichte Bewegungen am frühen Morgen
Am frühen Morgen zeigte Timmy erneut einzelne Lebenszeichen. Beobachter sahen, wie der Wal kurz die Brustflosse anhob und leicht buckelte. Die Bewegungen gelten als Hinweis darauf, dass das Tier weiterhin reagiert, auch wenn seine Kräfte sichtbar begrenzt sind.
Lage in der Bucht unverändert
An seiner Position hat sich über Nacht nichts verändert. Timmy liegt weiterhin in der künstlich freigeblasenen Kuhle am Ausgang der Kirchsee-Bucht. Ein selbstständiges Freischwimmen war ihm nicht möglich. Fachleute führen das vor allem auf den niedrigen Wasserstand zurück, der dem Wal kaum Auftrieb bietet.
Niedrigwasser bleibt das zentrale Problem
Das Niedrigwasser wird die Arbeit der Helfer auch am Mittwoch erschweren. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie prognostiziert erneut einen Pegel von bis zu 30 Zentimetern unter Normal. Da der Wal in einer künstlich vertieften Mulde liegt, könnte es für ihn noch schwieriger werden, sich aus eigener Kraft zu bewegen. Die Helfer müssen daher weiter gegen die Bedingungen anarbeiten, während die Zeit für das Tier knapp bleibt.