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Titel nicht mehr in eigener Hand: FC Bayern bricht völlig ein und verliert gegen Leipzig

Die Bundesliga bekommt ihr Meisterfinale – und Bayern München hat die Schale nicht mehr in der eigenen Hand. Die Mannschaft von Thomas Tuchel unterlag im Topspiel RB Leipzig mit 1:3 (1:0) und könnte die Tabellenführung am Sonntagabend verlieren. Noch beträgt der Vorsprung auf den Rivalen Borussia Dortmund, der dann beim FC Augsburg antritt, aber einen Punkt.

Serge Gnabry (25.) erzielte sein fünftes Tor in den jüngsten vier Spielen, doch ausgerechnet der künftige Bayern-Profi Konrad Laimer (65.) glich aus. Dann brachte Benjamin Pavard seinen französischen Landsmann Christopher Nkunku zu Fall, der den fälligen Foulelfmeter verwandelte (76.) – Dominik Szoboszlai (86./Handelfmeter) sicherte Leipzig die Champions-League-Teilnahme. Um die Meisterschaft kommt es am 34. Spieltag so oder so zum Fernduell: Die Bayern müssen in Köln ran, der BVB gegen Mainz.

Das DFB-Duo Hansi Flick und Rudi Völler sowie 75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena sahen nur in der ersten Hälfte feldüberlegene Hausherren. Nach der Führung tat der Rekordchampion zu wenig – und wurde bitter bestraft. Der Plan der Bayern? “Wir wollen angreifen und dominant sein”, sagte Tuchel, “dann geht die Arbeit los, die Räume zu schließen, bevor Leipzig sie bespielen kann.” Umsetzen sollte dies dieselbe Elf, die Schalke 04 demontiert hatte (6:0) – mit einer Ausnahme: Leon Goretzka rückte als zweiter Sechser für den deutlich offensiveren Leroy Sané rein.

Dominant – das klappte. Doch den Bayern fehlte anfangs die Wucht. Allerdings half es, dass Tuchel erneut mit Thomas Müller begann. “Nach Schalke war mir die ganze Zeit klar, dass er spielen würde”, sagte der Coach. Der Kapitän dirigierte viel und hatte die erste gute Gelegenheit, als er an RB-Torwart Janis Blaswich scheiterte (18.). Auch an der Führung war Müller beteiligt. Er passte zu Gnabry, der in bester Arjen-Robben-Manier von links in den Strafraum eindrang und mit Hilfe des linken Innenpfostens traf. Leipzigs Kapitän Willi Orban ließ ihn gewähren. Robben, der wie Franck Ribéry und andere Klublegenden auf der Tribüne saß, applaudierte.

“Wir sind hier, um das Spiel zu gewinnen”, hatte Marco Rose, RB-Trainer mit Dortmunder Vergangenheit, betont. Doch ohne den erkälteten Timo Werner kamen die Gäste zunächst selten zu den Umschaltmomenten, die sie so gefährlich machen. Erst nach über einer halben Stunde kam Leipzig erstmals bedrohlich vors Tor – und wie: Torhüter Yann Sommer rettete gegen Dominik Szoboszlai und Christopher Nkunku (34.) sowie Dani Olmo (36.) gleich dreimal. Kingsley Coman hatte freistehend das 2:0 auf dem Kopf (39.).

Rose brachte mit Wiederbeginn Benjamin Henrichs, um den Vorwärtsdrang des starken Münchners João Cancelo einzubremsen. Dass RB mehr Kontrolle gewann, lag aber zuvorderst an der zunehmenden Passivität der Tuchel-Elf. Diese rächte sich nach einer eigenen Ecke, als Laimer einen Konter eiskalt abschloss. Und erneut, als Pavard völlig unnötig foulte. Noussair Mazraoui sprang dann auch noch der Ball an die Hand. Beide fälligen Elfmeter verwandelten die Leipziger. Nach dem 1:3 lichteten sich die Reihen auf den Tribünen der Allianz Arena.

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