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TKMS bereitet Produktionsstart in Wismar vor – IG Metall rechnet mit Hochlauf noch 2026

Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) treibt am Standort Wismar die Vorbereitungen für den Produktionsstart voran. Nach Einschätzung der IG Metall Küste könnte der Hochlauf noch im Laufe des Jahres 2026 beginnen. Damit würde der Standort endgültig vom früheren Kreuzfahrtbau zur Fertigung von Marine- und Spezialschiffen übergehen. Seit der Übernahme der ehemaligen MV-Werften hat TKMS die Hallen und Anlagen umfassend bewertet. Nach Angaben der Gewerkschaft eignen sich die vorhandenen Fertigungsstrukturen besonders für die Sektionsproduktion von U‑Booten, weshalb der Zeitplan als ambitioniert, aber realistisch gilt.

Fokus auf U‑Boot‑Komponenten und Eisbrecherbau

Im Zentrum des geplanten Produktionsbeginns stehen zwei Projekte: die Fertigung von Komponenten für die gemeinsam mit Norwegen entwickelte U‑Boot‑Klasse 212CD sowie der Bau eines modernen Eisbrechers, der für Forschungs- oder Sicherungsaufgaben vorgesehen ist. Beide Vorhaben markieren den technologischen Schwerpunkt der künftigen Produktion in Wismar und sollen den Standort langfristig im Bereich Marine- und Spezialschiffbau etablieren.

Perspektiven für Beschäftigte

Mit dem Produktionsstart stabilisieren sich die Beschäftigungsperspektiven für mehrere hundert Fachkräfte. TKMS plant langfristig mit einer Stammbelegschaft von bis zu 1.500 Mitarbeitenden in Wismar. Der Hochlauf gilt als wichtiger Impuls für die maritime Industrie in Nordwestmecklenburg und als Signal für eine dauerhafte industrielle Nutzung des Werftstandorts.

Weiteres Zukunftsprojekt auf dem Werftgelände

Parallel zur Schiffproduktion wird auf dem Gelände ein weiteres Vorhaben vorangetrieben: die Entwicklung einer technischen Plattform zur Bergung von Munitionsaltlasten aus der Ostsee. Das Projekt ist Teil regionaler Bemühungen, die Altlastenproblematik in Nord- und Ostsee systematisch anzugehen und neue technische Lösungen zu entwickeln.

Mit dem erwarteten Produktionsbeginn gewinnt der Standort Wismar erneut an industrieller Bedeutung und knüpft an seine maritime Tradition an – nun mit einer klaren Ausrichtung auf Sicherheitstechnik, Spezialschiffe und marine Forschung.

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