Anhaltende Trockenheit und frühsommerliche Temperaturen haben die Waldbrandgefahr im Land deutlich erhöht. In mehreren Regionen gilt inzwischen die zweithöchste oder sogar die höchste Warnstufe.
Die Böden sind vielerorts stark ausgetrocknet. Die neue Vegetation ist noch nicht vollständig nachgewachsen, sodass sich Feuer derzeit besonders schnell ausbreiten können. Wie rasch sich die Lage zuspitzen kann, zeigte ein Brand in der Feldberger Seenlandschaft am Freitag, bei dem rund 1.000 Quadratmeter Waldfläche betroffen waren.
Die Behörden mahnen eindringlich zur Vorsicht. Offenes Feuer im Wald ist verboten, ebenso das Befahren und Parken auf Waldwegen oder trockenen Wiesen. Schon ein Funke kann ausreichen, um einen Brand auszulösen.
Ab Dienstag rechnen Meteorologen mit Regen, der die Lage vorübergehend entschärfen könnte. Eine nachhaltige Entspannung hängt jedoch von weiteren Niederschlägen ab.
Mecklenburg‑Vorpommern zählt mit rund 558.000 Hektar Wald zu den waldbrandgefährdetsten Regionen Deutschlands. Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden landesweit 49 Waldbrände – auch in Nordwestmecklenburg.