Das Polizeipräsidium Neubrandenburg verzeichnet seit dem Wochenende eine deutliche Zunahme witterungsbedingter Einsätze. Blitzeis, gefrierender Sprühregen und Neuschnee haben in vielen Teilen Mecklenburg‑Vorpommerns zu gefährlichen Straßenverhältnissen geführt.
Schwerpunkt Seenplatte und landesweite Glätteunfälle
In der Mecklenburgischen Seenplatte kam es allein am Wochenende zu mehr als einem Dutzend Unfällen. Viele Autofahrer verloren auf spiegelglatten Straßen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Landesweit wurden über 20 Glätteunfälle registriert, bei denen auch Schwerverletzte zu beklagen waren. Die A14 in Richtung Schwerin musste zeitweise voll gesperrt werden, nachdem sich dort eine massive Eisschicht gebildet hatte.
Einschränkungen im Nahverkehr
Auch der Schienenverkehr ist betroffen. Regionalbahnen meldeten Verzögerungen, in Grimmen wurde zudem ein Zug mit Gegenständen beworfen, was die Lage zusätzlich erschwerte.
Dauerfrost und neuer Schnee
Der Deutsche Wetterdienst warnt für den heutigen Montag vor anhaltendem Dauerfrost mit Tiefstwerten zwischen null und minus fünf Grad. In der Westhälfte Mecklenburgs werden bis zu zwei Zentimeter Neuschnee erwartet. Besonders gefährlich bleibt gefrierender Sprühregen, der örtlich zu sofortiger Glatteisbildung führt.
Kritik am Winterdienst
Für Diskussionen sorgt der Winterdienst: Auf wichtigen Verkehrsachsen wie der B96 war in der Nacht zwischen 22 und 4 Uhr kein Einsatz vorgesehen. Das führte zu stundenlangen Sperrungen und Kritik aus der Bevölkerung.
Polizei appelliert an Verkehrsteilnehmer
Die Behörden raten dringend zu vorsichtiger Fahrweise, reduzierter Geschwindigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit. Autofahrer sollten aktuelle Verkehrsmeldungen verfolgen und mehr Zeit für ihre Wege einplanen.