Die größten Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind unterschiedlich stark von Straßenschäden infolge des Winters betroffen. In Stralsund etwa sei das Aufkommen „überdurchschnittlich hoch“. Auch in Rostock – Mecklenburg-Vorpommerns größter Stadt – hat das Tiefbauamt nach Angaben der Stadt bis Anfang März bereits 15.000 Euro mehr für Reparaturmaterial ausgegeben als im Winter davor. In Greifswald und Schwerin ist ebenfalls von größeren Straßenschäden als in Vorjahren die Rede.
In Wismar sind die Schäden laut Stadt hingegen „überschaubar“ und nicht ausgeprägter als in Vorjahren. Auch Neubrandenburg könne kein „außergewöhnliches Schadensbild“ vermelden. Ähnlich äußert sich das für Bundes- und Landesstraßen zuständige Landesstraßenbauamt.
Tonnenweise Kaltasphalt verarbeitet
Von starken Frostschäden war hingegen jüngst bei der Autobahn GmbH die Rede. Ronald Normann, Direktor der für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Niederlassung Nordost, rechnete im Februar mit vielen Schäden etwa auf der A19 zwischen Röbel und der Landesgrenze Brandenburg in Fahrtrichtung Rostock.
Die Städte priorisieren bei der Behebung von Schäden nach Bedeutung der Straßen und Verkehrssicherheit. Vielerorts haben sie dafür bereits Kaltasphalt verarbeitet. Dieser kann auch bei niedrigeren Temperaturen benutzt werden, ist allerdings weniger haltbar als Heißasphalt. Der Schweriner Winterdienst hat laut Stadt in dieser Saison bis Anfang März über 30 Tonnen und Greifswald bereits 22 Tonnen davon verarbeitet.