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Tier liegt weiter in der Bucht: Prognose für Wal vor Wismar hat sich „deutlich verschlechtert“

Die Rettungsaussichten für den bei Wismar in der Ostsee verirrten Buckelwal haben sich „deutlich verschlechtert“. „Die Prognose sieht insgesamt nicht gut aus“, sagte der Meeresforscher Burkard Baschek in Wismar nach einer Begutachtung vor Ort. Dem Wal solle jetzt Ruhe gegeben werden, damit er sich womöglich doch noch selbst freischwimmt.

Der Buckelwal liegt noch immer in der Wismarbucht. Nach aktuellen Erkenntnissen steckt das Tier derzeit nicht auf einer Sandbank fest, sondern befindet sich in zwei Meter tiefem Wasser, wie der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack sagte. Umweltschützer und Einsatzkräfte waren mit einem Schlauchboot in die Nähe des Wals gefahren und hatten vergeblich versucht, ihn zum Losschwimmen zu animieren.

Expertinnen und Experten der Organisation Greenpeace, des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung waren laut Maack im Einsatz. Der Wal liege diesmal nur wenige Hundert Meter vom Festland entfernt. Das Tier sei aber sehr geschwächt, seine Haut „extrem angegriffen“, sagte Maack. „Der Wal muss jetzt sehr schnell freikommen, damit er überhaupt noch eine Chance hat.“

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte sich ebenfalls von einem Boot aus ein Bild von der Situation gemacht, wie ein Ministeriumssprecher bestätigte. „Entscheidend ist erst mal zu schauen, wie die Lage des Tieres ist“, sagte der Sprecher. In der Nacht auf Sonntag war es dem Wal laut Ministerium zunächst gelungen, mit steigendem Wasserstand die Sandbank in der Wismarbucht zu verlassen. Doch die Gewässer in Küstennähe seien sehr flach.

Woher kommt der Buckelwal?

Bereits seit Anfang März war der Wal immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck im Kreis Nordwestmecklenburg. Anfangs war noch von einem Finnwal die Rede gewesen. Das Tier hatte sich in einem Netz verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit.

Am Montagmorgen war der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger dann auf einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand entdeckt worden. Tagelang bemühten sich viele Helferinnen und Helfer, das gestrandete Tier zu befreien. Am Donnerstagabend hatten sie versucht, den Wal mit Lärm zu animieren – durch Hupen, Trommeln oder Rufen. Auch das Tier selbst gab immer wieder ein lautes Brummen von sich.

In der Nacht zum Freitag hatte sich der Buckelwal überraschend selbst durch eine per Schwimmbagger ausgegrabene Rinne befreit. Am Freitagnachmittag war er aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe. Das Tier strandete dann erneut und blieb auf einer Sandbank in der Wismarbucht stecken. Davon befreite es sich in der Nacht, lag am Sonntag aber zunächst wieder an einer anderen Stelle der Bucht.

#wismar.fm 2026 | redaktion | wismar
Update am Mittag: Prognose für Wal vor Wismar hat sich "deutlich verschlechtert"
#wismar.fm 2026 | redaktion | wismarUpdate am Mittag: Prognose für Wal vor Wismar hat sich "deutlich verschlechtert"

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