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Noch immer kein Lebenszeichen vom freigelassenen Buckelwal

Gut eine Woche nach der Freilassung des zuvor mehrfach in der Ostsee gestrandeten Buckelwals in der Nordsee fehlt weiterhin jedes belastbare Lebenszeichen. Das Umweltministerium Mecklenburg‑Vorpommerns teilte auf Anfrage mit, dass bislang keine unabhängig überprüfbaren Positions- oder Telemetriedaten vorliegen. Eine rechtliche Möglichkeit, die Herausgabe entsprechender Daten von der privaten Rettungsinitiative zu erwirken, werde derzeit geprüft.

Spektakuläre Rettungsaktion und Freilassung vor Skagen

Der Wal war nach einer vielbeachteten privaten Rettungsaktion aus einer flachen Bucht der Insel Poel in ein geflutetes Transportschiff gebracht und am Morgen des 2. Mai rund 70 Kilometer vor dem norddänischen Skagen freigelassen worden. Kurz nach der Freisetzung veröffentlichte Bilder zeigten einen Wal, der in unmittelbarer Nähe des Schiffes eine Fontäne ausstieß und abtauchte.

Tierschutzorganisationen und Wissenschaftler hatten die langfristigen Überlebenschancen des geschwächten Tieres bereits im Vorfeld als gering eingeschätzt.

Unklarheit über GPS‑Daten

Nach Angaben des Umweltministeriums war vereinbart worden, dass ein GPS‑Sender am Wal angebracht wird. Die Initiative hatte zugesagt, Peildaten zu übermitteln. Eine Geldgeberin erklärte jedoch, der Sender sende zwar Signale, eine Ortung sei aber nicht möglich. Das Ministerium sieht darin offene Fragen und prüft weitere Schritte.

Poels Bürgermeister will Geschehen aufarbeiten

Der Wal hatte – mit einer kurzen Unterbrechung – rund drei Wochen im flachen Wasser vor Poel festgelegen und die Insel in internationales Medieninteresse gerückt. Der neue Bürgermeister Florian Lechner kündigte an, das Geschehen gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern aufzuarbeiten.

Er betonte, dass das Schicksal des Tieres viele bewegt habe, zugleich aber die Belastungen für die Insel zu wenig Beachtung gefunden hätten: zertretene Naturschutzflächen, beschädigte Äcker, Umsatzeinbußen bei Betrieben und verunsicherte Anwohner.

Skepsis gegenüber Wal‑Denkmal

Umweltminister Till Backhaus hatte ein Denkmal für den Wal ins Gespräch gebracht. Auf Poel stößt die Idee laut Lechner jedoch überwiegend auf Zurückhaltung. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschten sich, dass öffentliche Mittel zunächst in dringendere Aufgaben fließen. Lechner zeigte sich gesprächsbereit, betonte aber, dass die Interessen der Insel im Mittelpunkt stehen müssten.

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