In Mecklenburg-Vorpommern wächst 2026 deutlich mehr Sonnenblume als in den Vorjahren. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums stehen aktuell 7.033 Hektar unter der Kultur – mehr als doppelt so viel wie 2025 (2.770 Hektar). 2024 hatten die Betriebe 2.690 Hektar gemeldet.
Bedeutung für Landwirtschaft und Biodiversität
Landwirtschaftsminister Till Backhaus bezeichnete die Entwicklung als positiv. Sonnenblumen bereicherten die Fruchtfolgen, böten zahlreichen Insekten Nahrung und eröffneten zugleich wirtschaftliche Perspektiven. Die Pflanzen tragen zudem dazu bei, Böden widerstandsfähiger und fruchtbarer zu machen.
Verarbeitung im Land und darüber hinaus
Ein Teil der Ernte wird in regionalen Ölmühlen und Manufakturen zu kaltgepresstem Speiseöl, Mus oder Futtermitteln verarbeitet. Größere Mengen gehen in andere Bundesländer. Aufgrund geeigneter Standortbedingungen gewinnt der Sonnenblumenanbau in MV weiter an Bedeutung und wird über das Förderprogramm für vielfältige Fruchtfolgen unterstützt.
Insgesamt bewirtschaften die Landwirte im Nordosten rund 1,07 Millionen Hektar Ackerland. Etwa 18 Prozent der Fläche – rund 193.000 Hektar – entfallen auf Raps.
Ukraine-Krieg als Treiber
Bundesweit hat sich die Sonnenblumen-Anbaufläche im Zuge des Ukraine-Kriegs ebenfalls mehr als verdoppelt. Die Ukraine zählt zu den wichtigsten Produzenten von Sonnenblumenöl weltweit. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde die Fläche entsprechend ausgeweitet.