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DLRG‑Team nach Walbergung vor Poel: Zwischen emotionalem Einsatz und Start in die Badesaison

Nach ihrem außergewöhnlichen Einsatz bei der Bergung des vor Poel gestrandeten Buckelwals bereiten sich die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens‑Rettungs‑Gesellschaft auf die bevorstehende Badesaison vor. Einsatzleiter Olliver Bartelt, inzwischen auf Usedom im Wachdienst, berichtet, dass sein Team weiterhin häufig auf die spektakuläre Aktion angesprochen wird. Viele seien durch die zahlreichen Videoaufnahmen wiedererkannt worden, und es habe viel Zuspruch aus ganz Deutschland gegeben.

Kritik und Belastung für das Ehrenamt

Neben positiven Rückmeldungen gab es auch negative Reaktionen – insbesondere, nachdem Bartelt angekündigt hatte, den Einsatz nach rund zwei Wochen zu beenden. Er betont, dass er die Kräfte seiner Ehrenamtlichen nicht vor Saisonbeginn vollständig aufbrauchen konnte. Die DLRG müsse auch für Strände und mögliche Katastrophenlagen einsatzbereit bleiben. Rückblickend sagt Bartelt, er würde die Entscheidung jederzeit wieder so treffen.

Ein emotionaler Einsatz

Für Bartelt und sein Team war die Nähe zum Tier prägend. Der Wal habe auf die Menschen reagiert, die Situation sei ergreifend gewesen. Auch das spätere Manövrieren des Tieres in den Lastkahn für den Transport sei ein einmaliges Erlebnis gewesen. Dass der Wal trotz aller Bemühungen später tot vor der dänischen Insel Anholt gefunden wurde, war einkalkuliert: Ziel sei gewesen, ihm überhaupt eine Chance zu geben.

Tierrettungen gehören zum Alltag

Der Einsatz war außergewöhnlich, doch tierische Notfälle sind für die DLRG nicht neu. Immer wieder geht es um verletzte Vögel, junge Robben oder Tiere, die sich an Strukturen verfangen haben. Bartelt erinnert an eine Aktion an der Wolgaster Peenebrücke, bei der Tauben aus einem Brückenelement befreit wurden. Fast jeder Rettungsschwimmer könne von solchen Einsätzen berichten.

Nachwuchs fehlt

Sorgen bereitet Bartelt der fehlende Nachwuchs. Es werde zunehmend schwieriger, junge Menschen für ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen. Dabei sei die DLRG in vielen Bereichen unverzichtbar – nicht nur im Wasserrettungsdienst, sondern auch in Ausnahmesituationen wie Hochwasserlagen oder während der Corona‑Pandemie, als die Organisation beim Impfen und Testen unterstützte.

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