Am Freitagabend erläuterte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies den geplanten Transport des gestrandeten Buckelwals Timmy. Der Wal soll in eine speziell umgebaute Schute schwimmen, deren Heckklappe sich unter Wasser öffnen lässt. Das rund 50 Meter lange und 30 Meter breite System funktioniere wie ein „unter Wasser geöffnetes Aquarium“, in das Timmy selbstständig hineingleiten könne. Verzögerungen in der Werft bremsen derzeit jedoch die Fertigstellung. Tönnies zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass die Schute rechtzeitig bereitsteht.
Tag 26 in der Wismarer Bucht
Der Samstag markiert den 26. Tag seit Timmys Strandung in der Bucht vor der Insel Poel. Am frühen Morgen lag der Wal ruhig im flachen Wasser. Helfer hoffen auf einen störungsfreien Tag, an dem die Vorbereitungen für den möglichen Abtransport weiter vorankommen.
Niedriger Wasserstand erschwert Arbeiten
Der Wasserstand an der Messstation Timmendorf ist am Morgen deutlich gefallen. Prognosen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie sagen für die kommenden Stunden Werte von bis zu 35 Zentimetern unter Normalhöhennull voraus. Erst am Sonntag wird ein deutlicher Anstieg erwartet, der für die Rettung entscheidend sein könnte.
Behörden prüfen neues Konzept
Die Vorbereitungen für den Transport sollen am Samstag fortgesetzt werden. Vorgesehen ist, Timmy in einem wassergefüllten Kahn in Richtung Nordsee zu bringen. Allerdings stehen noch Abstimmungen mit den zuständigen Behörden aus. Das neue Konzept einer privaten Initiative erhielt am Freitagabend zunächst keine Zustimmung. Offene Fragen sollen möglichst noch heute geklärt werden.
Blick auf den Sonntag
Für Sonntag wird ein Höchststand von rund 44 Zentimetern über Normalhöhennull erwartet. Dieser Pegel könnte erstmals ausreichend Wasser bieten, um Timmy aus der künstlichen Mulde zu lösen und in die vorbereitete Rinne zu führen. Ob der Plan aufgeht, bleibt ungewiss.