Bei der elften Ausgabe der MidsummerSail hat der auffällig grüne Carbon‑Katamaran Nica das Rennen souverän für sich entschieden. Das von der Kieler Knierim‑Werft gebaute und von Robert Hill entworfene Boot erreichte die legendäre gelbe Tonne im nordschwedischen Töre nach exakt 4 Tagen, 14 Stunden, 25 Minuten und 39 Sekunden. Besonders im Bottnischen Meerbusen, wo Flauten traditionell über Sieg oder Niederlage entscheiden, zeigte die Crew außergewöhnliche Ausdauer und taktisches Geschick.
Spannendes Duell bis zum Schluss
Über weite Strecken des Rennens lieferte sich die Nica ein packendes Kopf‑an‑Kopf‑Duell mit Solosegler André Bätz, der auf seinem deutlich kleineren Trimaran Flaneur eine herausragende Leistung zeigte. Trotz des Größen‑ und Geschwindigkeitsnachteils blieb Bätz lange in Schlagdistanz und sorgte dafür, dass der Kampf um die Spitze bis in die letzten Meilen spannend blieb.
65 Boote auf dem Weg nach Norden
Am Tag der Sommersonnenwende waren insgesamt 65 Boote in Wismar gestartet. Während die Schnellsten bereits im Ziel jubeln, befindet sich der Großteil der Flotte weiterhin auf dem anspruchsvollen Kurs nach Norden. Die letzten Yachten werden erst in rund zwei Wochen in Töre erwartet. Die 900 Seemeilen lange Strecke gilt als eine der härtesten Herausforderungen im Ostseeraum, geprägt von wechselnden Winden, langen Tageslichtphasen und enormer mentaler Belastung.
Ein starkes Signal zum Start der Sommerregatten
Mit dem Sieg der Nica setzt die MidsummerSail 2026 ihren ersten Höhepunkt. Während die Spitzenboote bereits feiern, kämpfen auf See noch zahlreiche Teams um persönliche Bestzeiten, Platzierungen und das Erreichen des nördlichsten Punktes der Ostsee.