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Rettung aus der Luft: Hawaii-Expertin extra den für Wal vor Poel eingeflogen

Der Kampf um das Leben des gestrandeten Buckelwals erreicht seinen Höhepunkt. Während an der Küste vor Poel die Technik für die spektakuläre Bergung bereitsteht, setzen die privaten Retter auf internationale Spitzenmedizin: Eine Spezialistin aus den USA soll das Überleben des Giganten sichern.

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, der die gesamte Region in Atem hält. Seit dem 31. März harrt der Buckelwal, der liebevoll „Timmy“ getauft wurde, in der flachen Bucht vor der Insel Poel aus. Doch die Hoffnung auf ein Happy End hat nun ein Gesicht – und eine weite Anreise hinter sich. Wie gestern bekannt wurde, lassen die Multimillionäre Karin Walter-Mommert und MediaMarkt-Gründer Walter Gunz die renommierte Tierärztin Dr. Jenna Wallace direkt aus Hawaii einfliegen.

Spezialistin aus Übersee übernimmt die Regie

Dr. Wallace gilt als eine der weltweit führenden Expertinnen für Meeressäuger und hat bereits Operationen an Walen durchgeführt. „Sie ist eine positiv energische Person, die nichts überstürzt“, erklärt Karin Walter-Mommert gegenüber Medienvertretern. Die Medizinerin wird am heutigen Freitagmorgen am Einsatzort erwartet, um den Gesundheitszustand des Tieres final zu bewerten und die bevorstehende Rettungsaktion medizinisch zu leiten.

Feuchte Tücher und erste Lichtblicke

Bereits am Donnerstag gab es erste Anzeichen der Besserung. Das Rettungsteam bedeckte den massigen Körper des Wals mit feuchten Tüchern, um die empfindliche Haut vor dem Austrocknen zu schützen. „Timmy hat darauf sehr positiv reagiert“, berichtet Walter-Mommert sichtlich bewegt. „Ich denke, er spürt, dass da jemand ist, der sich um ihn kümmert.“

Währenddessen läuft an Land und auf dem Wasser die technische Logistik auf Hochtouren. Geplant ist, den tonnenschweren Meeresriesen mithilfe spezieller Luftkissen anzuheben, auf Pontons zu verladen und schließlich in die Freiheit der Nordsee zu transportieren.

„Geld spielt keine Rolle“

Umweltminister Till Backhaus (SPD) begleitete die Vorbereitungen am Donnerstag persönlich vor Ort. Trotz der immensen Kosten, die eine solche Operation verschlingt, stellt die Initiative der Mäzene klar: Für Timmys Rettung ist kein Preis zu hoch. „Geld soll keine Rolle spielen“, verspricht Walter-Mommert.

Das Tempo der Aktion bestimme jedoch allein der Patient. Läuft alles nach Plan, könnte die eigentliche Bergung bereits in den frühen Morgenstunden des heutigen Freitags beginnen – unter den Augen einer Expertin, die für diesen einen Patienten einmal um die halbe Welt gereist ist.

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