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Timmy nimmt Fahrt auf – „Fortuna B“ zieht den Wal Richtung Nordsee

Der Transport des vor Poel gestrandeten Buckelwals Timmy hat am Mittwochmorgen deutlich an Tempo gewonnen. Nachdem zunächst der Schlepper „Robin Hood“ die Barge aus der Kirchsee gezogen hatte, hat nun das hochseetaugliche Forschungsschiff „Fortuna B“ übernommen. Der Verband bewegt sich mit rund 4,3 Knoten – etwa acht Kilometern pro Stunde – durch die Ostsee.

„Fortuna B“ übernimmt Schleppfahrt

Am Morgen wechselte die Verantwortung für den Transport: Die „Fortuna B“, auf der Tierärztinnen und Wal‑Expertinnen die Reise begleiten, zog die mit Meerwasser gefüllte Barge erstmals eigenständig. Das Schiff ist für längere Strecken auf offener See ausgelegt und kann den Wal sicher durch die kommenden Etappen führen.

Die Geschwindigkeit entspricht einem moderaten Dauerlauf – für einen Schleppverband mit einem rund zwölf Meter langen Meeressäuger an Bord gilt das als zügig, aber kontrolliert.

Route über Dänemark in die Nordsee

Nach den Plänen der privaten Rettungsinitiative führt die Route weiter nach Norden, vorbei an Fehmarn und entlang der dänischen Küste. Anschließend soll der Verband um die Nordspitze Jütlands herum durch das Skagerrak in die Nordsee gelangen. Dort ist die Freilassung des Wals geplant, möglichst in der Nähe einer Gruppe von Buckelwalen.

Die gesamte Fahrt wird mehrere Tage dauern. Ein Zwischenstopp in Skagen ist nach Angaben der Initiative vorgesehen.

Start am Dienstagabend in der Kirchsee

Am Dienstagabend hatte der Schlepper „Robin Hood“ die Barge am Ausgang der Kirchsee übernommen und den Wal durch die Wismarbucht hinaus auf die offene Ostsee gebracht. Die Wasserschutzpolizei sprach zunächst von „sehr langsamer Geschwindigkeit“, da der Verband die flachen Bereiche vorsichtig passieren musste. Mit dem Übergang auf die „Fortuna B“ hat die Mission nun ihren nächsten Abschnitt erreicht.

Weiterhin engmaschige Überwachung

Die Expertinnen und Experten an Bord überwachen Timmys Zustand fortlaufend. Atmung, Verhalten und Stresssignale werden dokumentiert, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Wie der Wal die mehrtägige Reise verkraftet, wird sich im Verlauf der kommenden Stunden und Tage zeigen.

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