Montag, 17.Mai 2021

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Wirtschaftliche Situation in Tourismus alarmierend schlecht

Die wirtschaftliche Situation in der Urlaubsbranche Mecklenburg-Vorpommerns ist einer Umfrage des Landestourismusverbands zufolge alarmierend schlecht. Nach der Verlängerung des Lockdowns bis zum 22. Mai und dem Ausbleiben einer Perspektive spitze sich die Lage weiter zu, sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf. Jedes zweite Beherbergungsunternehmen und jeder zweite Freizeitanbieter sähen sich in ihrer Existenz gefährdet beziehungsweise akut gefährdet an.

“Wir müssen alles tun, um eine Sommersaison zu ermöglichen und bald Klarheit darüber zu erreichen. Sonst geht an vielen Stellen das Licht aus”, betonte Woitendorf. So schlechte Werte seien bei Umfragen noch nie ermittelt worden.

“Der Öffnungsdruck steigt und wir müssen aufpassen, dass wir nicht ins Hintertreffen geraten”, sagte Woitendorf mit Blick auf internationale Reiseziele. Nach Mallorca würden jetzt auch bei Deutschen beliebte Ziele wie Ibiza, Formentera, die griechischen Inseln wie Kos, Kreta und Korfu sowie Portugal öffnen. “Wir dürfen nicht ins Hintertreffen geraten, weil die Deutschen dorthin reisen, wo es schon Klarheit gibt. Urlaubstage sind begrenzt.”

Woitendorf hoffe, dass der aktuelle Lockdown eine positive Wirkung zeige, um die touristischen Betriebe spätestens im Juni zu öffnen. Die Branche sei darauf vorbereitet. In der Umfrage gaben 18 Prozent der Hoteliers und 17 Prozent der Freizeitanbieter an, bereits über eine Geschäftsaufgabe nachzudenken, sofern nicht weitere Hilfen kommen. Rund ein Drittel könne das Geschäft bis Ende Juni aufrechterhalten. Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer im Beherbergungsbereich und ein gutes Drittel im Freizeitbereich sei in Kurzarbeit.

Ein Drittel der Unternehmer im Beherbergungsbereich sprachen sich in der Umfrage für eine stufenweise Öffnung nach dem Lockdown aus, ein weiteres Drittel wollte die Öffnung ohne jegliche Restriktionen. Ein Regelung mit einer Modellregion vergleichbar mit Schleswig-Holstein kam für zehn Prozent in Betracht.

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